. .

77 Prozent unserer fair gehandelten Lebensmittel und 84 Prozent unserer Kaffees stammen aus ökologischem Anbau, entsprechen also der EG-Öko-Verordnung oder den noch strengeren Richtlinien von Naturland. Das ist kein Zufall, denn Fairer Handel und ökologischer Anbau greifen perfekt ineinander, wenn es um nachhaltiges Wirtschaften geht:

Doppelte Kontrolle

Bevor die komplette Kaffeelieferung unserer Partner ihr Ursprungsland verlassen darf, schicken sie uns repräsentative Proben, die wir hier in Deutschland auf Schadstoffe untersuchen lassen. Dabei gelten für Bio-Kaffees besonders hohe Maßstäbe. Nach ihrer Ankunft in Deutschland werden die Lieferungen noch einmal gründlich analysiert. Erst wenn diese doppelte Kontrolle zeigt, dass die Standards für ökologische Lebensmittel erfüllt sind, gehen unsere Bio-Kaffeespezialitäten in den Handel! Dies gilt selbstverständlich auch für unsere anderen Lebensmittel aus ökologischem Anbau.

Bio-Anbau erfordert viel Know-how

Im Bio-Anbau sind künstliche Dünger tabu. Unsere Partner für Bio-Kaffee düngen mit Kompost, wie zum Beispiel Glory Miaka von KNCU in Uganda.

Ökologischer Anbau ist eine komplexe und arbeitsintensive Wirtschaftsweise ohne chemische Dünger oder Pestizide. Sie erfordert sorgfältige Pflanzenpflege, das Anpflanzen von Schattenbäumen sowie eine intensive Kompostwirtschaft. Außerdem gehören dazu verschiedene Maßnahmen, um die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten. Eine davon ist das Anlegen von Terrassen. Ohne die Terrassen würde der fruchtbare Boden, z. B. bei Regen einfach den Hang hinabgespült – und stünde damit den Kaffeepflanzen nicht mehr zur Verfügung.

Die Umstellung auf Bioanbau ist kosten- und zeitintensiv, erfordert Know-how und bringt in der ersten Zeit nach der Umstellung Ernterückgänge mit sich. Diese Schwierigkeiten können die Kaffeepartner nur bewältigen, wenn – wie im Fairen Handel – der erhöhte Arbeitseinsatz angemessen honoriert wird. Deshalb zahlt die GEPA zuzüglich zum Entwicklungsaufschlag eine Bioprämie. Langfristige Handelsbeziehungen sorgen außerdem für die Stabilität, die für eine Umstellung nötig ist.

Unseren Partnern empfehlen wir den ökologischen Anbau – nicht nur als Beitrag zum Umweltschutz, sondern auch als Marktchance. Auch beim konventionellen Anbau geben wir konkrete Empfehlung für umweltverträgliche Methoden. Die GEPA lehnt gentechnisch veränderte Organismen in ihren Produkten grundsätzlich ab.